Ein Theaterstück

von Jürg Markus Fankhauser

Spieldaten

9. / 10. / 15. / 16. / 17. / 22. / 23. / 24. / 29. / 30. / 31. August 2019
5. / 6. / 7. September 2019

über 100 Mitwirkende

Spielzeit

20:00 Uhr

Musik

Daniel Kandelbauer

Kulisse

Pfrundmatte Grindelwald
Mit Blick auf Gletscherschlucht, Fiescherhörner & Mittellegigrat

Tribüne

448 Sitzplätze
Open Air

Produktion

Verein Jungfrautheater Grindelwald

Alpenglühen Jungfrautheater Grindelwald 2019
Alpenglühen Jungfrautheater Grindelwald 2019 Martin Konzett

Martin Konzett,

Präsident Verein Jungfrau Theater

Bei unseren Theaterabenden sitzen Sie mitten in einer imposanten Kulisse: Die Fiescherhörner, der Mittellegigrat und der Eiger thronen über das Grindelwaldtal. Unterhalb dieser steinernen Prominenz, die selbst unzählige, ja dramatische Episoden und Dramen zu erzählen hätte, steht eingebettet in das Naturschauspiel die Bühne. In fünf Bildern präsentieren wir Ihnen die verschieden Epochen vom Bergdorf zum Weltkurort. Unter professioneller Leitung spielen hauptsächlich einheimische Laienschauspieler und Schauspielerinnen. In unzähligen Proben haben sie sich vorbereitet. Speziell Ihnen möchte ich meinen Grossen Dank aussprechen; sie spielen ihre eigene Geschichte. Felix Mendelsohn besuchte 1831 den Männlichenschwinget. Dabei wurde getanzt und gesungen zu unseren heimischen Klängen. Der damals noch junge Komponist war tief berührt.
Kurze Zeit später komponierte der legendäre Dorf- Pfarrer Gottfried Strasser mit seinen Liedern „Grindewaldlied“ und „Der Bueb im Trueb“ Liedgut, das weit über das Tal hinaus bekannt waren und beliebt blieben. Bei uns war er der Vater und Förderer des Fremdenverkehrs und die „Bossbuebe“ eroberten später mit Grindelwalder Volksliedern die nationalen Hitparaden. Daher wird auch Musik wie ein roter Faden den Abend begleiten. So werden sie, lieber Zuschauer, kurzweilig durch den Wandel der Zeit geführt. Ich kann mich gut erinnern; es war ein Bilderbuch-Sonnenuntergang. Meine Mutter nahm draussen auf der Terrasse meine Hand und sagte zu mir: „Schau, was für ein wunderschönes zu Hause dir der Herrgott schenkte“. Erstmals glühten „meine Berge“ bewusst in meinem Herzen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. In diesem Sinne wünsche ich ihnen einen unvergessenen Abend.

Bruno Kaufmann,

Präsident Verein Eigerness

Die Wurzeln und Traditionen in Grindelwald sind seit langer Zeit und auf vielfältige Weise mit dem Tourismus verflochten. Der Verein Eigerness setzt sich seit nunmehr über 10 Jahren zum Ziel, im gemeinsamen Netzwerk aus Gewerbe, Landwirtschaft und Tourismus spannende Projekte für Einheimische und Gäste zu initiieren und umzusetzen. Eines dieser Projekte ist die Theaterproduktion «Alpenglühen» mit der Besonderheit, dass unser Tal Grindelwald als Protagonist im Vordergrund steht und die Situation des Klimawandels in den Alpen am Spielort mit Humor und doch ernsthaft «hautnah» erlebt werden kann.
Die Zukunft der Alpenorte am Beispiel unseres Gletscherdorfes mal auf eine andere Weise in die Welt zu tragen, ist eine verantwortungsvolle und auch schöne Aufgabe. Wir sind stolz, den Grundstein für ein einmaliges, neuartiges und absolut geniales Projekt gelegt zu haben und hoffen auf grosse Resonanz.
Alpenglühen Jungfrautheater Grindelwald 2019 Bruno Kaufmann
Alpenglühen Jungfrautheater Grindelwald 2019 Christian Anderegg

Christian Anderegg,

Gemeindepräsident

Vor rund 200 Jahren begann die Ära des Tourismus im Berner Oberland und damit auch im Tal von Grindelwald. Immer mehr Menschen wollten die Alpen, deren rötliches Glühen weit im Lande und über die Grenzen hinaus sichtbar war, von nahem sehen und erleben. Vieles hat sich seither verändert. Die Zahl der Besucher aus aller Welt nahm stetig zu. Die touristische Infrastruktur rannte anfänglich der Entwicklung hinterher, bis festgestellt wurde, dass die Menschen im Tal als Gastgeber proaktiv handeln mussten.
Und nun stellen wir fest, dass mit dem Klimawandel die Alpen, auch was die Temperatur angeht, immer mehr zu glühen beginnen. Bei uns im Tal eine Theaterproduktion zu realisieren, die nicht nur zurückschaut, sondern das Thema des Klimawandels mit einbezieht und somit auch in die Zukunft blickt, ist neu, ehrlich und für uns alle wegweisend. Wir müssen und wollen uns der neuen Herausforderung stellen und hoffen für unser einzigartiges Projekt auf Unterstützung.

Christine Häsler,

Regierungsrätin

Was tun, wenn die Winter schneeärmer werden, wenn die Gletscher verschwinden, am Eiger das Gestein bröckelt, wenn Alpen ins Rutschen geraten? Es wäre falsch, nur noch von früher zu reden und in Nostalgie und Selbstmitleid zu versinken. Es wäre ebenso falsch, die Entwicklung zu verleugnen und so zu tun, als wäre alles noch wie gehabt.
Mit „Alpenglühen“ wollen wir zum Tal Grindelwald und zum Leben in den Alpen JA sagen indem aufgezeigt wird, wo wir herkommen und wohin wir gehen möchten. Dies alles mit einer fröhlichen, aber auch besinnlichen Theaterproduktion, bei der das ganze Tal mitmacht. Eine neue und originelle Form, den Tatsachen ins Auge zu blicken und die neue Herausforderung anzunehmen. Das kraftvolle Projekt verdient Unterstützung.
Alpenglühen Jungfrautheater Grindelwald 2019 Christine Haesler